Historie

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Historie des Freundeskreis Hospiz Lüneburg e. V.- der ambulante Dienst

Alles begann mit einem Konzert. Eine amerikanische Gospelsängerin, die in Lüneburg lebt, hatte einen nahen Freund verloren. Ihm zum Gedenken wollte sie ein Konzert geben, dessen Reinerlös der bis dahin ( 1994 ) offiziell noch nicht bestehenden Hospizarbeit in Lüneburg zugutekommen soll. Also musste ganz schnell ein Verein ins Leben gerufen werden.

Vierzehn engagierte Bürger gründeten im April 1994 den Freundeskreis Hospiz e. V.- der ambulante Dienst.
Die Bürgerbewegung Hospiz hatte nun in Lüneburg ein Gesicht bekommen.
In kürzester Zeit wurde vom damaligen Vorstand unter der Führung von Irene von Oertzen und Johanna Gerhard eine Struktur geschaffen und Ehrenamtliche geschult.
Die erste ehrenamtliche Begleitung übernahm der Freundeskreis Hospiz sechs Monate nach seiner Gründung.
Eine 24stündige Telefonbereitschaft wurde eingerichtet. Auch durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Lüneburger Klinikum ergaben und ergeben sich viele Kontakte mit schwerkranken Menschen.
Regelmäßige Supervision und halbjährliche Seminare motivieren und befähigen die Ehrenamtlichen. Monatliche Vorträge bilden nicht nur die Ehrenamtlichen weiter, sondern finden auch in der Bevölkerung große Resonanz.
Zwei Jahre nach seiner Gründung richtete der Freundeskreis Hospiz einen Gesprächskreis für trauernde Angehörige ein. Diesen Kreis gibt es bis heute und darüber hinaus eine individuelle Trauerbegleitung sowie eine Kochgruppe für betroffene Männer.
Regelmäßige Einführungskurse von der ehrenamtlichen Koordinatorin, Frau Helga Bremer, boten interessierten Helfern den Einstieg.
Nach neun Jahren rein ehrenamtlicher Koordination aller Tätigkeiten wird Frau Astrid Karahan mit einer halben Stelle als hauptamtliche Koordinatorin eingestellt. Zwei Jahre später wird sie in Vollzeit tätig sein.
Wir können ein kostenloses Büro im Lüneburger Klinikum beziehen.
Im Jahr 2004 – kurz nach unserem 10jährigen Jubiläum – können die ersten zwei Palliativzimmer im Klinikum bezogen werden, im Jahr 2006 zwei weitere. Sie sind maßgeblich umgebaut durch die finanziellen Mittel des Freundeskreises Hospiz. Viele Mitglieder haben dazu beigetragen, besonders der Architekt, Andreas Melbeck, der die Planung und Überwachung vornahm. Maler, Gardinenanbieter, Künstler und viele mehr haben zum Gelingen beigetragen.

Im Jahr 2011 verlässt Frau Karahan den Freundeskreis Hospiz. Frau Hannah Köppen und Frau Claudia Arend übernehmen tatkräftig und engagiert ihre Nachfolge.
Im Jahr 2012 übergibt Frau von Oertzen nach 18 Jahren den Vorsitz an Frau Manon von Flotow.
2013 erfüllte sich einer unserer großen Wünsche: Eine Palliativstation mit acht Betten, die von einem Palliativ-Pflegeteam unter der Leitung von Herrn Dr. Schmitz liebevoll betreut wird.
2014 feierten wir unser 20-jähriges Jubiläum mit inzwischen über 450 Mitgliedern und 80 aktiven Ehrenamtlichen.